Headhunting jetzt erst recht

Corona verschärft die Personalsituation: Headhunting jetzt erst recht?

Der Arbeitsmarkt in Deutschland hat sich innerhalb von acht Wochen deutlich gewandelt. Im April stieg die Arbeitslosenquote bereits drastisch auf 5,8 Prozent. Um Entlassungen zu vermeiden, nutzten viele Unternehmen Kurzarbeit. Betrachtet man die derzeitige wirtschaftliche Situation und vor allem die Prognosen für die nahe Zukunft, lassen sich nur schwer eindeutige Szenarien für die Personalsituation in Unternehmen festmachen. Doch nicht alle Unternehmensbereiche sind betroffen. In Bereichen wie Finance, Steuern und Legal werden Fachkräfte händeringend gesucht. Einige Unternehmen sehen die jetzige Situation als Chance, um Top-Kandidaten anzuwerben.

Neue Mitarbeiter einstellen – trotz Kurzarbeit?

Viele Unternehmen haben Kurzarbeit angemeldet und stellen sich die Frage, ob es überhaupt zulässig ist, in dieser Zeit neue Mitarbeiter einzustellen. Zunächst ist es wichtig, die Umstände von Kurzarbeit genauer zu thematisieren. Kurzarbeit ist eine Maßnahme, die das Ziel verfolgt, Arbeitslosigkeit zu vermeiden und die Personalfluktuation im Unternehmen gering zu halten. Kurzarbeit kann angemeldet werden, wenn Mitarbeitende keine oder zu wenig Arbeit haben. In so einem Fall unterstützt die Bundesagentur für Arbeit Unternehmen darin Kündigungen zu vermeiden, indem sie Lohnkosten übernimmt, bis wieder mehr Arbeitsaufkommen vorhanden ist. Allerdings wird dieses Arbeitsaufkommen häufig abteilungsweise festgestellt, so dass oft nur Teile eines Unternehmens von Kurzarbeit betroffen sein können: Selbst, wenn z.B. die Produktion aufgrund gesunkener Nachfrage still steht, müssen auf Management-Ebene die Prozesse weiterlaufen, es müssen Entscheidungen getroffen und das Unternehmen bestmöglich durch die Herausforderungen der Corona-Pandemie gesteuert werden. Eine verbreitete Fehlinterpretation der Kurzarbeit ist, dass grundsätzlich nicht eingestellt werden darf, solange Kurzarbeit „im Unternehmen“ gilt. Dies muss differenziert betrachtet werden: Für Abteilungen, in denen keine Kurzarbeit angezeigt wurde, gibt es keine Einschränkungen bezüglich Personalaufbau.

Fachkräfte und Führungskräfte für Finanzen, Steuern und Recht werden gesucht

Aufgrund der neuen Anforderungen sind unter anderem Abteilungen für Personal, Finanzen, Steuern und Recht besonders ausgelastet. Mitarbeiter müssen über Änderungen im Geschäftsbetrieb sowie Sicherheitsmaßnahmen informiert werden. Auch Prozesse werden neu strukturiert, Steuern gestundet und die Finanzen neu geplant. Experten für diese Bereiche waren schon vor Corona umworben und werden gerade noch dringender gesucht. Doch das Bewerbungsaufkommen bei den Unternehmen ist aktuell verhalten.

Kandidaten bewerben sich sehr zurückhaltend

Für Unternehmen sind es unsichere und schwierige Zeiten. Das spüren auch die Mitarbeiter. Insbesondere Kandidaten, die über einen Jobwechsel nachdenken, sind zögerlich. Zu groß sind die Bedenken, ob das neue Unternehmen sattelfest durch die Krise kommt und man eine Probezeit ohne Kündigung übersteht. Darum entscheiden sich viele Bewerber dafür, vorerst beim alten Arbeitgeber zu bleiben und sich erst im Falle einer Verschlechterung der eigenen Situation (z.B. aufgrund von Kurzarbeit oder betriebsbedingter Kündigung) zu bewerben.

Unternehmen nutzen Corona zur Talent-Akquise

Einige Unternehmer sehen die Krise allerdings auch als Chance, sich als sicherer Arbeitgeber zu positionieren und das als Wettbewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz zu nutzen. Sie setzen jetzt ganz gezielt auf das Recruiting von Talenten über Personalberatungen, um gefragte Fachkräfte von sich zu überzeugen – das entlastet gezielt die Inhouse-HR, welche sich voll auf Krisenbewältigung fokussieren kann. Auch wenn die Stellenbesetzungen aktuell über Video-Calls und unter Einhaltung der Abstandsregeln erfolgen muss, sichern sich bereits die ersten Unternehmen ihre Top-Kandidaten für die Post-Corona-Zeit.

So überzeugen Sie Ihren Kandidaten jetzt zu wechseln

Unsicherheit ist gerade der größte Deal-Breaker im Recruiting. Darum arbeiten wir mit unseren Kunden verschiedene Möglichkeiten aus, um den Kandidaten zu überzeugen, seine sichere Stelle in Krisenzeiten zu wechseln. Drei unserer erfolgreichen Maßnahmen im Überblick:

Probezeit entfallen lassen:

Beide Parteien müssen einen Schritt aufeinander zu machen. Die größte Sorge der Bewerber ist es aktuell, in der Probezeit gekündigt zu werden. Darum empfehlen wir unseren Kunden in der Krisenzeit auf die Probezeit zu verzichten oder diese zu kürzen.

Flexibles Einstiegsdatum:

Für Unternehmer, die es nicht eilig haben, gibt es auch die Möglichkeit, mit dem Kandidaten ein flexibles Einstiegsdatum zu vereinbaren, beispielsweise im dritten Quartal statt Start zum 1. September.

Krisenfestigkeit verdeutlichen:

Lassen Sie Ihren neuen Kandidaten am besten mit anderen Mitarbeitern sprechen, die schon länger bei Ihnen arbeiten. Denn die wissen genau, wie Sie auf Krisen reagieren und dass der Arbeitsplatz bei Ihnen sicher ist. Das schafft Vertrauen und fördert schon zu Beginn die Bindung zum Unternehmen.

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